Mitgliederversammlung der Peter-Kurzeck-Gesellschaft
Versailles-Zimmer in der Kongresshalle
Berliner Platz 2, 35390 Gießen
Gäste sind willkommen
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung hält Imogen Taylor (Berlin) einen Vortrag mit dem Titel „Kann dauern. Geduld“. Peter Kurzeck ins Englische übersetzen, in dem sie einen Einblick gibt über ihre aktuelle Arbeit
„Igelwanderung“
Lollar, in Kooperation mit dem NABU Lollar.
Alle Informationen finden Sie hier [PDF].
In Kooperation mit
Veranstaltung mit Hans-Ulrich Müller-Schwefe, dem Suhrkamp-Lektor, der 1977 Kurzecks Erstling, Der Nußbaum gegenüber vom Laden in dem du dein Brot kaufst, lektoriert hat.
Ort: ehemalige Dondorf-Druckerei, Frankfurt am Main
Weitere Informationen folgen zu gegebener Zeit
Kolloquium:
Lebensstation, Schauplatz, Sehnsuchtschiffre. Peter Kurzeck und Frankreich
Margarete-Bieber-Saal der Justus-Liebig-Universität
Gießen
Freitag, 14. November 2025
14.00 Begrüßung und Einführung
14.15 Axel Dunker (Bremen): ‚Daß jede Nacht ein Zug in den Süden fährt‘. Peter Kurzeck und die Sehnsucht nach dem Süden
15.00 Kirsten von Hagen (Gießen): Frankfurt Paris Frankfurt: Kurzecks Roman als literarisches Road Movie
15.45 Pause
16.15 Marcel Baumgartner (Gießen/Radolfzell): ‚[…] ich hatte Farben und Notizblöcke mit und fuhr zum ersten Mal nach Paris!‘. Peter Kurzeck, Maler
17.00 Cécile Wajsbrot (Paris/Berlin) / Julien Viteau (Paris): En invité. Peter Kurzeck als Gast in Frankreich?
17.45 Tagesresümee
Samstag, 15. November 2025
10.00 Karl Heinz Götze (Aix-en-Provence): ,Warum wohnen wir hier nicht?‘. Peter Kurzeck und die Tradition der deutschen Reiseliteratur über Frankreich
10.45 Christian Riedel (Flensburg): ‚viel gereist durch Länder, Bücher und Menschen‘. Peter Kurzeck als Leser
11.30 Pause
12.00 Jan Gerstner (Bremen): ,Es war wie zum erstenmal in Istanbul, Algier, Tanger, Casablanca und in Damaskus ankommen, in Dakar, in Dar-es-Salam und Addis Abeba, in Singapur, Hongkong, Kalkutta [...]. Und doch war es auch Paris.‘. Exotik und Fremdheitsfiguren in Kurzecks Frankreich
12.45 Rudi Deuble (Frankfurt am Main) / Jörg Döring (Siegen): Kurzecks Kataloge. Die Frankreichbilder eines Sammlers
13.30 Pause
13.45 Abschlussdiskussion
ca. 14.30 Ende des Kolloquiums
Teilnahme kostenlos – eine Anmeldung ist nicht erforderlich
Geschichten und Geschichte – Peter Kurzecks Spiel
mit Ort und Zeit, Ein Vortrag von Rudi
Deuble.
Oberhessischer Geschichtsverein Gießen e.V.,
in Kooperation mit der Peter-Kurzeck-Gesellschaft
e.V.
Mittwoch, 22. Oktober 2025, 19 Uhr
„Das Dorf steht auf einem Basaltfelsen.“ Zum ersten
Mal in Peter Kurzecks literarischem Werk findet sich
dieser emblematische Satz in seinem 1987 erschienenen
Roman Kein Frühling, und dann, oft auch mehrmals, in
allen folgenden Büchern mit Ausnahme des zwar erst
drei Jahre später erschienenen, aber in weiten Teilen
vor Kein Frühling entstandenen Romans Keiner
stirbt. Kein Frühling, heißt es in einer Anmerkung des
Verlags im Klappentext der ersten Auflage, „führt den
Leser durch die Chronik des oberhessischen Dorfes
Staufenberg bis in die Dämmerung der 50er Jahre. In
seinem nächsten Buch wird der Autor weitererzählen bis
in die jüngste Geschichte dieses vergessenen Ortes.“
Dazu kam es erstmal nicht. 1990 folgte der Roman
Keiner stirbt, der uns auf eine erstaunliche Reise von
Gießen nach Frankfurt und zurück führt.
Aber 1991 beginnt Peter Kurzeck mit der Arbeit an
einem dezidiert autobiografischen Roman, anfangs
freilich noch ohne zu wissen, dass dieses Erzählen in
eine schließlich auf zwölf Bände umfassende Romanreihe
hinauslaufen sollte: Das alte Jahrhundert. Die erste
Hälfte des für ihn so besonderen Jahres 1984 sollte
Tag für Tag erzählt werden. Und so wird Staufenberg
wieder zum Bezugspunkt, denn genau in diese Zeit fällt
die Arbeit an seinem Dorfroman Kein Frühling. Immer
wieder kehren so die Erinnerungen nach Staufenberg
zurück, immer wieder werden wir Zeuge, wie der Autor
das Dorf jeden Morgen in Frankfurt schreibend „um sich
herum von neuem aufbaut“, wie das Dorf wieder mit ihm
spricht. Mit Band fünf des alten Jahrhunderts, dem
Roman Vorabend, erhalten wir schließlich die vom
Verlag versprochene Fortsetzung zu Kein Frühling. In
Vorabend, so Kurzeck, wird „die ganze Gegend, die
Zeit“ bis in die siebziger Jahre hinein erzählt.
Wie erzählt Peter Kurzeck „die Zeit“, wie erzählt er
die Geschichte eines Dorfes, einer Region in einer
Epoche grundlegenden Wandels aller Lebensverhältnisse
in der Provinz? Ist er Chronist, „radikaler Biograph“?
Geschichten und Geschichte, Versuch einer Näherung.
Rudi Deuble, geb. 1952, Studium der Germanistik und
Politikwissenschaft, betreute ab 1990 beim Verlag
Stroemfeld/Roter Stern Peter Kurzeck und ist
Herausgeber seines Nachlasses.
Ein Tag für die Literatur, organisiert von hr2-kultur
Unter dem Titel "... er sagt, es gefällt ihm!" Peter Kurzeck beim Lektor von Suhrkamp lädt die Peter-Kurzeck-Gesellschaft ein zu einem Literarischen Spaziergang.
Treffpunkt: Hessenplatz, gegenüber Basaltstraße 17, 60487 Frankfurt am
Main
31. August 1977. Für die Reinschrift der letzten Fassung seines ersten Buchs kommt Peter Kurzeck mit seiner Freundin Sibylle von Staufenberg nach Frankfurt. Eine Dachwohnung in der Basaltstraße in Bockenheim, vor den Fenstern "himmelhoch die Kastanien vom Hessenplatz", wird zur ersten provisorischen Unterkunft. Von dort aus erkunden sie die Umgebung und von dort aus begibt Peter sich alle paar Tage, "meistens zu Fuß", zum Lektor des Suhrkamp-Verlags ins Westend, zur Lindenstraße 29. Auf einem literarischen Spaziergang mit Rudi Deuble folgen wir den Wegen, die Kurzeck in jenem Deutschen Herbst in Frankfurt gegangen ist.
Mitgliederversammlung der Peter-Kurzeck-Gesellschaft im Vortragsraum der Kongresshalle Gießen, Berliner Platz 2, 35390 Gießen
Im Anschluss an die Versammlung liest Rudi
Deubleaus dem (noch) unveröffentlichten
Manuskript, an dem Peter Kurzeck von April 1991 bis
ins Frühjahr 1992 als Nachwort zur Buchausgabe von
Mein Bahnhofsviertel gearbeitet hatte und das
schließlich unvollendet liegengeblieben ist. Aus der
ursprünglich geplanten kurzen Schilderung der
Umstände, unter denen er 1984 Mein
Bahnhofsviertel für die Zeitschrift
Pflasterstrand geschrieben hatte, ist
schließlich das Projekt Das alte Jahrhundert entstanden.
Gäste sind herzlich willkommen.
Freitag/Samstag, 14./15. November 2025
Ludwigstraße 34, 35390 Gießen
Mittwoch, 22. Oktober 2025, 19:00 Uhr
Netanyasaal im Alten Schloss, Brandplatz, 35390 Gießen
Eintritt frei
Sonntag, 25. Mai 2025, 11:00 bis 13:00 Uhr
Eintritt frei
Samstag, 22. März 2025, 15:00 Uhr
Vorankündigung: